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- Vom Archiv zum Forum

Nach dem Tod von Prof. Klaus Novy im August 1991 drohte sein Archiv zur Geschichte der Wohnreform, das an der Technischen Universität Berlin im Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie aufgebaut worden war, zu verwaisen. Es enthielt ausführliches Bild- und Dokumentenmaterial, das sich - nach Trägerformen gegliedert - insbesondere dem Schwerpunkt Wohnungsbaugenossenschaften widmete. Einige Berliner Unternehmen sowie ehemalige Mitarbeiterinnen von Prof. Novy hatten sich als Ziel gesetzt, nicht nur das einzigartige Archiv zu retten, sondern das Themengebiet im Sinne eines Diskussionsforums über genossenschaftliche Ideen und Leitbilder zu erweitern.

Diverse Gespräche und Kontakte mit Partnern und Förderern ergaben eine mögliche Übernahme durch einen noch zu bildenden Verein, für den sich bald als Träger Berliner Wohnungsbaugenossenschaften sowie der Verband BBU herauskristallisierten. Durch Verhandlungen mit dem Dekan der TU Berlin konnten die dafür notwendigen rechtlichen und organisatorischen Fragen geklärt werden. Als Standort wurde das ehemalige „Wohlfahrtshaus" der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892" eG gewählt. Mit Aufstellung einer Satzung kam es am 21.10.1993 zur formalen Gründung des Genossenschaftsforums e.V.

Nach Umzug der Akten aus der TU Berlin in die ehemaligen Bibliotheksräume sowie Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg am 15.3.1994 konnte die feierliche Eröffnung des Genossenschaftsforums am 21.4.1994 begangen werden. Etliche Artikel in der Tagespresse und Fachzeitschriften kommentierten dies wohlwollend.